Hahn
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Dieses Makie-Inro aus der späten Edo-Zeit ist mit «Seisho» signiert. Es zeigt auf der einen Seite blühende Pfingstrosen und auf der anderen ein Hundepaar. In diesem vierteiligen Inro kommen verschiedene Lacktechniken zum Einsatz: Der Hintergrund ist Kimpun, mit Goldstaub bestreut, die beiden Hunde und die Pfingstrosen sind in Takamakie-Technik ausgeführt. Blütenblätter und Knospen sind rot gefärbt, die Bäuche der Hunde mit Silber gemalt.
Zum Inro gehören ein hölzernes, blau lackiertes Ojime und ein hölzernes Netsuke in Form eines Mokugyo, einer buddhistischen Holzglocke oder eines Schlaginstruments der Mönche. Ojime und Netsuke stammen beide aus der Edo-Zeit, doch ihre Verbindung mit dem Inro scheint eher zufällig. Ich habe beschlossen, sie dennoch zu belassen, denn so habe ich das Inro erworben.
Ich fand dieses Inro in Karuizawa, dem japanischen Ferienort, wo viele berühmte japanische Familien ein Sommerhaus besassen, um dem drückenden Tokio in die Berge zu entfliehen. Daher vermute ich, dass dieses Inro entweder zu Geld gemacht oder «ausgeräumt» wurde, als einer dieser vielen Sommersitze den Besitzer wechselte.
Die Signatur «Seisho» verwendet nicht dieselben Schriftzeichen wie die bei Lazarnick verzeichneten Seisho-Signaturen. Bis heute konnte ich nicht klären, ob es sich um denselben Seisho mit anderen Schriftzeichen für «sho» oder um einen anderen Inro-Künstler handelt.
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