Hahn
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Ein dreiteiliges Makie-Inro aus der späten Edo-Zeit, das ausgestellte Kiku, also Chrysanthemen, zeigt. Dieses Inro ist von Kajikawa signiert, einer der berühmten Lackkünstler-Dynastien der Edo-Zeit (siehe unten). Es verbindet verschiedene Makie-Techniken: den Hintergrund aus gestreutem Gold-Hirame und die Blumen in Togidashi.
Beide Seiten des Inro zeigen Chrysanthemen; der Betrachter steht hinter einem niedrigen Holzzaun, und auf einer Seite des Inro sind traditionelle Rollos über die Blumen herabgelassen. Die Kiku sind so dargestellt wie bei einer der traditionellen Chrysanthemenschauen im Oktober, bei denen die Blumen auf dieselbe Art angeordnet werden.
Zum Inro gehört ein filigranes Metall-Ojime aus der Edo-Zeit, ebenfalls mit Kiku und vergoldeten Blütenmitten. Wahrscheinlich ist dies eine ursprüngliche, vom Besitzer zusammengestellte Kombination. Ein Netsuke fehlt.
Dieses Inro gehörte einige Jahre zu meiner eigenen Sammlung. Ich erhielt es über einen befreundeten Händler im Bezirk Suginami im Grossraum Tokio, der eigentlich auf Utensilien für die Teezeremonie spezialisiert ist, aber mein Interesse an Lackkunst kennt.
Zum Hersteller des Inro: Kajikawa ist der Familienname der berühmtesten aller japanischen Lackdynastien und findet sich daher auf vielen Inro. Die Familie wirkte vom frühen 17. Jahrhundert bis in die späte Edo-Zeit. Der Gründer, Hikobei, und sein Sohn Kyujiro arbeiteten für das Shogunat, ebenso ihre Nachfolger bis ins 19. Jahrhundert. Auch dieses Inro trägt ein rotes Topfsiegel. Es ist nur mit «Kajikawa» signiert, ohne Vornamen, und die Signatur ist teilweise verloren.
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